Die Seidenstraße
Seit der frühen Han-Dynastie (rund 220 v. Chr.) und über viele Jahrhunderte danach, waren die Königreiche und Imperien rund um das europäische Mittelmeer über die Seidenstraße mit dem damals fernen und unbekannten China verbunden.
Die Seidenstraße war ein Netz aus Handelswegen für Karavanen aus Kamelen oder Pferden, über das Produkte wie Seide oder Gewürze auch dem Fernen Osten nach Arabien, Europa und Nordafrika transportiert wurden. Die bekannteste Route der Seidenstraße führte vom Gebiet um das heutige Xian in Richtung Westen bis an die Mittelmeerküste im heutigen Libanon. Die heutige chinesische Stadt Xian hieß zur damaligen Zeit Chang'an und war die Hauptstadt des Han-Imperiums.
Entstehung der Seidenstraße
Der Begriff Seidenstraße existierte zur damaligen Zeit nicht, sondern wurde erst im Jahre 1877 durch den deutschen Geografen Ferdinand von Richthofen geprägt, weil Seide eines der wichtigsten Handelsgüter entlang der Strecke war. Durch zahlreiche Geschichten rund um die weiten und gefährlichen Reisen erhielt die Seidenstraße dann ihren legendären Status.
Die Entstehung der Handelsrouten der Seidenstraße wurden wahrscheinlich durch die Eroberungen Alexanders des Großen in Zentralasien begünstigt. Dieser gründete vor rund 2300 Jahren die Militär-Garnison Alexandria Eschate, die später eine wichtige Station entlang der Seidenstraße werden sollte.
Einfluss der Seidenstraße
Vermutlich ist auch der westliche Name "China" über die Seidenstraße entstanden. In China selbst wird das Land "Reich der Mitte" genannt, Zhong-guo. Im Westen ist jedoch der Name China entstanden. Vermutlich aufgrund des Namens der Qin-Dynastie, die zur Zeit der entstehung der Seidenstraße das Reich der Mitte beherrschte.
Der Name "Qin" wird in etwa "tchin" ausgesprochen, entspricht also weitgehend der Aussprache von "Chin-a".